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Paul Jerchel Paul Bolislaus Jerchel wurde am 6. Februar 1902 in Schildberg/ Posen geboren. Mit 12 Jahren kam er mit seinen Eltern nach Nauen. In Nauen besuchte er die Volksschule und erlernte den Beruf des Ankerwicklers. Im Mai 1925 heiratete er und bekam mit seiner Frau Lisbeth sieben Kinder, vier verstarben. Im Jahre 1927 trat er der SPD bei, in der er aktiv tätig war. Er hasste den Faschismus. Nach der Machtübernahme 1933 äußerte er offen seine Meinung und wurde deswegen des Öfteren entlassen. Einmal äußerte er seine politische Meinung zu laut und an falscher Stelle. Er wurde von einem SA – Angehörigen denunziert und am 16. Februar 1943 von der Gestapo verhaftet. In der Hauptverhandlung des Volksgerichtshofes unter Vorsitz von Dr. Freisler wurde er am 26. Juli 1944 zum Tode verurteilt. Paul Jerchel wurde am 9. Oktober 1944 im Zuchthaus Brandenburg – Görden hingerichtet. Im zum Gedenken wurde nach dem Krieg die Friedrichstraße in Paul-Jerchel-Straße umbenannt. Anmerkung: sein letzter Wohnsitz war der Lietzowplatz 11. Der Lietzowplatz bestand aus Notunterkünften die Mitte der 70er Jahre geschlossen und beseitigt wurden. Der Platz ist heute eine Grünfläche am Gartenweg Ecke Goetheweg hinter dem Einkaufszentrum „Luchcenter“.